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Der eigentliche Kampf der Johannis Grizzlys in der zweiten Bundesliga gegen Burgebrach geriet fast zur Nebensache an diesem Abend. Ein großes Aufgebot an Politprominenz gab sich die Ehre in der Johannis Arena am Zeisigweg. Allen voran Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, erstmals beim SV Johannis 07 zu Gast.
Anlass war die Ernennung des Vereins zum Bundesstützpunkt / Nachwuchs durch den DRB Präsidenten Manfred Werner. Dieser lobte in seiner Ansprache die Arbeit des Vereins in den höchsten Tönen (siehe Beitrag dazu). Bereits vor Kampfbeginn gab es einen Foto- und Pressetermin an dem neben dem DRB Präsidenten, Janis Zamanduridis (Bundestrainer), Manfred Hermann (Präsident des Ringerbezirks Mittelfranken und Stützpunktleiter), Erich Stangelmeier (Sportdirektor beim Bayrischen Ringerverband), die beiden Stützpunkttrainer Christian Graupeter und Matthias Fornhoff, der Leiter der Bertolt Brecht Schule Dr. Schmidt, vom Stadtrat Frau Blumenstetter, Frau Heinrich, Herr Brehme, Frau Strohacker sowie Herr Thielemann vom Sportamt der Stadt Nürnberg anwesend waren. Gemeinsam mit unseren Gönnern gab es im extra vergrößertem VIP Bereich die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen. Ach ja gerungen wurde auch noch. Die Stimmung lies Anfangs etwas zu wünschen übrig obwohl die Gäste mit einem großen Aufgebot an Fans angereist waren. Diese brachten dann eben dieses Manko, da es an der Leistung der Ringer nichts zu bemängeln gab, dann in ihre Anfeuerungsrufen ein. Aber ein Karnevalsverein sind wir mit Sicherheit nicht. Selbst beim engen Kampf von Phillip Vanek, dessen zurechtgelegter Plan gegen seinen Trainingspartner und Ex Vereinskollegen Maurizio Mahr nicht aufging, wollte eine Lokalderbystimmung nur sehr dezent aufkommen. Es sollte noch etwas dauern bis die Zuschauer richtig warm wurden. Phillip konnte aus seinem Vorteil in der Oberlage nichts verwertbares machen und unterlag in drei Runden jeweils 0:1. Da er in der zweiten Runde eine Verwarnung erhielt wurde der Kampf 0:3 gewertet sonst wäre seine geschätztes „Der Kampf geht 1:0 aus wer gewinnt ist offen“ sogar richtig gewesen. Drei Siege zu Beginn Vorher begann Fabian Schmitt gegen Philipp Glücker, gleich mit einem Schultersieg. Durch die Anwesenheit seines Schulleiters Dr Schmitt war er natürlich besonders motiviert. Dannach wieder etwas für das Auge. Yoel Romero brachte im wahrsten Sinne des Wortes wieder etwas Farbe auf die Matte. Den knapp zwanzig Kilo Gewichtsunterschied seines Gegners, immerhin deutscher Vizemeister und Neuzugang bei den Burgebrachern Jens Brosowski , bemerkte man kaum. Allerdings muss man diesem zugutehalten, dass er sich dem Kampf stellte, daher ergaben sich auch einige sehenswerte Aktionen. Am Ende ein technisch überlegener Punktsieg für Yoel. Auch Tim Schleicher gegen Tobias Glücker steuerte mit einem technischem Überlegenheitssieg vier Punkte zum 12:0 Vorsprung nach drei Kämpfen bei. Er ärgerte sich über die bei dem Ergebnis nicht angebrachten Härte seines Gegners. Daher dauerte es etwas bis die Zuschauer wieder richtig warm wurden. Schon bei Marco Greifelt, der von den Fans anfangs mit Buh Rufen empfangen wurde, gab es dann eine Überraschung als er mit 0:1 in der ersten Runde die erste Wertung abgab. Aber dann lies er nichts mehr anbrennen, zeigte sogar einen sonst seltenen Überwurf und riskierte anschließend bei seinem 3:0 Sieg gegen David Ciprian nicht mehr allzu viel. Pausenstand 15:3 Nach der Pause dann Andras Horvath. Anfangs noch etwas zögerlich wartete er gegen Daniel Luptowicz die Bodenlage ab um die erste Runde mit 2:0 zu gewinnen. Dann aber drehte er auf und suchte seinen Spezialgriff die Kopfrolle, aus der es für den Gegner nach 3:13 kein Entkommen mehr gab. Anschließend ein spannendes Duell zwischen Christoph Pscherer und Michael Giehl. Beide kennen sich von vielen Mattengefechten. Aber im Gegensatz zum Kampf in der 96 kg Klasse gab es hier kein Abtasten und Abwarten. Beide suchten von Anfang an den Vorteil und dies ergab einen Kampf nach dem Geschmack der Zuschauer. Allerdings war Christoph der Cleverere und behielt in fast allen Aktionen die Oberhand, selbst als der Gegner schon fast sicher eine Wertung vor Augen hatte drehte er diese noch in einen Vorteil für sich um. Am Ende fast noch ein technisch überlegener Sieg für den Bundeswehrsoldaten, der demnächst nach der Grundausbildung mit Tim Schleicher in die Sportfördergruppe wechselt. Sein Gegner Michael Giehl bemerkte nach dem Kampf, dass er gedacht hätte schon eine Runde zu gewinnen und dann vielleicht durch den Trainingsrückstand von Christoph zu einem Vorteil zu kommen. Musste sich dann aber eingestehen, dass auch er bedingt durch sein Studium nicht mehr so im Training ist wie vor einiger Zeit. „Ich werde langsam alt“ nicht ganz ernstgemeintes Zitat eines 24 - Jährigen. Eingeplant war dann ein Kampf zwischen Patrick Dominik und Mario Besold, der aber aufgrund einer Grippe und nun einer Mittelohrentzündung nicht stattfinden konnte. So bekamen die Burgebracher die Punkte geschenkt da Kevin Herrmann zu schwer war. Er wollte sich aber im Freundschaftskampf für seine Hinrundenniederlage revanchieren. Dort verlor er durch technische Überlegenheit seines Gegners. Er war auch knapp dran an zwei Rundengewinnen. Musste aber der Routine des amtierenden bayerischen Meisters noch den Vortritt lassen. Am Ende ein 0:3 aber ein Lob vom DRB Präsidenten dem die Ansätze des 17- Jährigen gefielen. Dann wieder Martin Klopf . Wie schon im Vorkampf hatte er den dritten Seniorenweltmeister der 35 Jährigen Dragan Markovic als Gegner. Anfangs sah es dannach aus als würde Martin diesmal nicht das Maximum von fünf Runden ausnutzen wollen. Klar gewann er die erste Runde mit 2:0 Punkten. Dann setzte er seinen Gegner aber zu sehr unter Druck, den dieser gekonnt mit einem sehehnswertem Überwurf ausnutzte und Martin in eine äußerst gefährliche Lage brachte. In der Bodenlage wurde er auch noch durchgedreht und verlor damit die zweite Runde mit 0:5. Auch die dritte Runde ging mit 0:2 an den Gast. Dann schaltete Martin aber, angefeuert von den Zuschauern die jetzt auch richtig in Fahrt waren, wieder den Turbo ein. 1:0 und 2:0 gewann er dann in der Folge. Am Schluss waren beide Ringer am Ende ihrer Kräfte und Martin hatte wieder einmal fünf Runden mit einem positivem Ausgang hinter sich gebracht. Der letzte Kampf dann ohne Gegner der Burgebracher - daher noch einmal vier Punkte für Evgenji Valentir und somit Endstand 29:9 Stimmen zum Kampf: Dr.Schmidt (Leiter der Bertolt Brecht Schule): Mir gefällt die familiäre Athmosphäre, das macht richtig Spaß zuzuschauen. Alexander Winkler (Trainer der Gästemannschaft): Das war trotz der hohen zu erwartenden Niederlage ein Mannschaftskampf auf hohen Niveau. Ich bin zufrieden bis auf die Kampfrichterleistung in der 74 kg Klasse. 10 Punkte wollten wir holen, das haben wir fast geschafft. Maurizio Mahr (glücklicher Sieger): Nürnberg gehört mit dieser Mannschaft in die erste Bundesliga, für die zweite Liga sind die viel zu stark. Janis Zamanduridis (Bundestrainer Nachwuchs gr-röm): Dieses Umfeld wünschen sich manche Erstligisten, das hat alles - Zuschauer die Halle, die Stimmung super Atmosphäre. Er gab auch einen Tipp wie man das ganze noch besser präsentieren kann. Aber auch unsere Sponsoren Gutmann jun. mit Freundin und Herr Fröhlich vom Autohaus Fröhlich aüßerten sich sehr positiv über den Abend. Im Anschluss saß man noch lange gemeinsam mit der Gastmannschaft und den DRB Ehrengästen zusammen. P.S.: Auch einige Quelle Mitarbeiter waren schon da Nächste Woche ist Greiz zu Gast. Vielleicht gibt es ja wieder so eine Super Atmosphäre. | Stilart | Gewicht | Name | Name | Punkte | Wertung | Zeit | | Gr.-röm. | 55 | Fabian Schmitt J | Philipp Glücker J | 4:0 | SS 5:0 4:0 | 03:06 | | Freistil | 60 | Tim Schleicher 23 | Tobias Glücker 23 | 4:0 | TÜ 6:0 5:0 3:0 | 06:00 | | Gr.-röm. | 66A | Marco Greifelt | David Ciprian EU | 3:0 | PS 4:1 2:0 2:0 | 06:00 | | Freistil | 66B | Kevin Hermann J | Patrick Dominik | 0:4 | ÜG 0:0 0:0 0:0 | 06:00 | | Gr.-röm. | 74A | Martin Klopf | Dragan Markovic N6 | 3:2 | PS 2:0 0:5 0:2 1:0 2:0 | 10:00 | | Freistil | 74B | Evgeniy Valentir EU | | 4:0 | OG 0:0 | | | Gr.-röm. | 84A | Andras Horvath EU | Daniel Luptowicz | 4:0 | SS 2:0 6:0 | 03:13 | | Freistil | 84B | Christoph Pscherer 23 | Michael Giehl | 3:0 | PS 3:0 5:2 5:1 | 06:00 | | Gr.-röm. | 96 | Philipp Vanek 23 | Maurizio Mahr 23 | 0:3 | PS 0:1 0:1 0:1 | 06:00 | | Freistil | 120 | Palacio Romero N | Jens Brosowski 23 | 4:0 | TÜ 5:0 6:0 6:0 | 04:40 | |