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23:14 Sieg gegen den Tabellendritten Greiz Stimmung pur nach dem Sieg von Martin Klopf Zum Schluss konnte es Christoph Pscherer nicht mehr aushalten. Er riss dem Schlagzeuger der Johanniser Fans die Trommel aus der Hand und nahm Sie mit in die Ecke der Johanniser Ringer. Dort übernahm dann die eigene Mannschaft das Zepter und holte die Zuschauer von den Stühlen. „So eine Stimmung hatten wir schon lange nicht mehr“ hörte man dann nach dem Abpfiff.
Angereist waren die Gäste aus Greiz/Thüringen als wollten sie tatsächlich gewinnen. Trainer Der Trainer der Gäste Falk Schlehan sagte vor dem Kampf „Ich werde eine schlagkräftige Mannschaft in Nürnberg auf die Matte schicken. ... Alle meine Sportler sind nach dem Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue motiviert und werden ihr bestes geben.“ Und nicht nur die Sportler sondern auch die Fans kamen der Aufforderung nach. Zahlreich und Stimmgewaltig legten sie los. Mitgebrachte hatten sie ihre bisher stärkste Staffel in dieser Saison. Neben den bekannten starken Ringern hatten sie zusätzlich noch Roman Dermenji (Moldawien 5. Europameister) mitgebracht. Dieser hat bisher noch keinen Kampf für die Gäste bestritten. Aber am Anfang sah es gar nicht gut aus für die Greizer. 12:0 nach drei Kämpfen
Fabian Schmitt legte gegen Mario Michailov gleich vor. Anfangs noch verhalten brachte er die ersten zwei Runden sicher mit jeweils 2:0 nach Hause. In der dritten drehte er aber seinen Gegner nach belieben, hob ich sogar noch aus der Bodenlage holte am Ende noch durch 7 Punkte in der dritten Runde einen überlegenen Punktsieg und 4:0 Punkte für die Mannschaft. Weniger fackeln wollte Tim Schleicher der sofort zeigte wer Chef auf der Matte ist und mit 7:0 war die erste Runde schnell abgehackt. Dabei hatte er seinen Gegner fast auf den Schultern. Die zweite Runde dann etwas verhaltener und in der dritten wiederum 8:0 für unser Supertalent. Dann das angekündigte Highlight des Abends Yoel Palacio Romero gegen Radoslaw Baran. Der junge Pole suchte nach anfänglichen Abtasten nicht die Flucht und versuchte sogar einige Angriffe. Aber unser „Schoko“, so wurde er von den Fans angefeuert, zeigte einige Kabinettstückchen und gewann sicher mit dreimal 4:0 Punkten. Somit 12:0 und eine klare Ansage an die Greizer Gäste mit einem Sieg wird das heute wohl nichts. Zum Vergleich und zur Einordnung des Könnens unseres Ausnahmeringers – Sein Gegner Baran besiegte letzte Woche den fünften der diesjährigen Weltmeisterschaft Nico Schmidt aus Aue mit 3:2 obwohl der Greizer eigentlich nur ein 96 kg Mann ist. Aufbäumen der Gäste In der Folge konnten die Grizzlys dann nicht so wie gewohnt Punkten. Im Duell Alt gegen Jung musste Phillip Vanek die Erfahrung von Olrik Meissner anerkennen und verlor in drei Runden. Ganz knapp verlief dann der Kampf von Sven Dürmeier gegen den Bulgaren Stefan Kostadinov. Hier fiel insgesamt nur eine technische Wertung. Die weiteren Punkte gab es nur für erfolgreiche Bodenabwehr. (0:1,1:1,0:1). Somit ebenfalls drei Punkte für die Gäste und der Kampf steht zur Pause 12:6. Die Fans der Gäste bekamen etwas Oberwasser. Christoph Pscherer drehte den Spieß aber nach der Pause wieder um. Gegen Sebastian Wendel, für Pscherer ein ungeliebter Gegner, im Vorkampf gab er eine Runde ab, wollte er diesmal nichts anbrennen lassen. Mit 1:0, 2:0 und 4:0 lies er nicht eine Wertung des Gegners zu. Somit 15:6 für die Mannschaft. Dann ein weiterer Leckerbissen. Mario Besold gegen den Polen Radoslaw Kisiel, den besten Mann der Liga in der 66 kg Klasse im Freistil. Mario hatte noch mit seiner Krankheit zu kämpfen und war nicht 100 Prozent fit. Das hätte er aber gebraucht um hier noch eine Runde zu gewinnen . So fing er sehr gut an und gewann die erste Runde noch mit 2:0, dann liesen schon die Kräfte nach und in der Folge gingen der Sieg sogar noch überlegen mit 1:4 an die Gäste. Andras Horvath brachte dann wieder einen Sieg für die Nürnberger. Wie immer tastete er seinen Gegner Stefan Lippke am Anfang ab und riskierte wenig. In der zweiten Runde wurde das Gefecht auf der Matte dann etwas hitziger und der Kampfrichter musste die Ringer ermahnen fair zu bleiben. Diese ging dann schon mit 5:0 an unseren sympathischen Ungarn. In der dritten Runde konterte dann der Gegner die Kopfrolle, eine sonst sichere „Waffe“ von Horvath und somit stand es 2:2. Dafür wurde der Greizer Gegner dann mit einem sehenswerten Überwurf „bestraft“ 4:0 Punkte und damit 20:10 für die Grizzlys. Der Sieg war damit vor den beiden letzten Runden schon gelaufen. Aber Martin Klopf war ja auch noch da. Sein Gegner Konstantin Sommer versuchte sein Glück mit einer etwas harten Gangart, die Martin aber zu erwidern wusste. Immer wieder musste Kampfrichter Pippel eingreifen und die Ringer ermahnen. Inzwischen war die Trommel auch im Besitz von Christoph Pscherer und die Halle tobte (Link zu Jörgi's 200dB-Video). Die Fanblocks, wenn man das in der Halle so nennen kann, schaukelten sich hoch. Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Der Fanblock der Johanniser rekrutierte sich aber vor allem aus der eigenen Mannschaft selbst Yoel Romero sang die Gesänge mit, obwohl er den Text wahrscheinlich nicht verstand. Klopf gewann dann aber sicher mit 3:0,1:0 und 3:0 für ihn ungewohnt sogar schon nach drei Runden. Im letzten Kampf dann noch eine Überraschung, zumindest für Evgenji Valentir. Gegen den starken Moldawier Roman Dermenji fand er gar keinen Ansatz. Zu konsequent brachte der Gegner seine Angriffe durch. In der zweiten Runde dann nach 2:8 Punkten Rückstand und 50 Sekunden vor Schluss der Runde hörte er von irgendwo einen Gong und legte sich auf den Rücken und der Schiedsrichter klopfte sofort ab. Woher der Gong kam lies sich nicht mehr ermitteln.
Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin klang es zum Schluss und das machen wir auch. Nächste Woche geht es ums vorgezogene Finale. Der Bus fährt um 10:00 ab. Einige Plätze sind noch frei. - Leider findet der Kampf Auswärts statt. - Stimmen zum Kampf Hermann Hempel (Nürnberger Zeitung) So eine Stimmung habe ich hier selten erlebt. Falk Schlehan (Trainer der Gäste) Das war ein Spitzenkampf, die Stimmung war super. Wir haben das Maximum für uns herausgeholt. Respekt an Nürnberg. Einzig an Yoel Romero hatte er etwas zu kritisieren. Bernd Rieger: Die Moral der Mannschaft ist nach wie vor sensationell. Vor nächster Woche habe ich keine Angst. Herausstellen wollte er eigentlich niemand lobte dann aber Fabian Schmitt und Mario Besold, der sich trotz seiner Krankheit in den Dienst der Mannschaft stellte und dafür einen super Kampf gemacht hat. | Stilart | Gewicht | Name | Name | Punkte | Wertung | Zeit | | Gr.-röm. | 55 | Fabian Schmitt J | Mario Michailov EU | 4:0 | TÜ 2:0 2:0 7:0 | 05:44 | | Freistil | 60 | Tim Schleicher 23 | Crum Chuchurov EU | 4:0 | TÜ 7:0 3:0 8:0 | 04:40 | | Gr.-röm. | 66A | Sven Dürmeier 23 | Svilen Kostadinov EU | 0:3 | PS 0:1 1:1 0:1 | 06:00 | | Freistil | 66B | Mario Besold 23 | Radoslaw Kisiel EU | 1:4 | TÜ 2:0 0:2 0:6 2:7 | 07:25 | | Gr.-röm. | 74A | Martin Klopf | Konstantin Sommer 23 | 3:0 | PS 3:0 1:0 3:0 | 06:00 | | Freistil | 74B | Evgeniy Valentir EU | Roman Dermenji ND | 0:4 | SS 0:2 2:8 | 03:11 | | Gr.-röm. | 84A | Andras Horvath EU | Stefan Lippke | 4:0 | TÜ 2:0 5:0 7:2 | 04:41 | | Freistil | 84B | Christoph Pscherer 23 | Sebastian Wendel 23 | 3:0 | PS 1:0 2:0 4:0 | 06:00 | | Gr.-röm. | 96 | Philipp Vanek 23 | Olrik Meissner | 0:3 | PS 0:3 0:1 0:3 | 06:00 | | Freistil | 120 | Palacio Romero N | Radoslaw Baran EU | 4:0 | TÜ 4:0 4:0 4:0 | 06:00 | |